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Der Anfang!

Wie es begann! Schon als ich, Arno Bourggraff, 16 Jahre alt war, Arno 16 Jahrees war im Jahre 1962, interessierte ich mich für die Vorfahren meiner Familie. Damals lebte ich in Oberbesslingen, auf luxemburgisch Beesslek genannt. Auf unserem Dachboden fand ich ein altes Möbelstück, das sich als das Schreibpult meines Ururgroßvaters Franz Bourggraff herausstellte. Er war bekannt unter dem Namen „Schulfranz“ und war Mitte des 19. Jahrhunderts als Schullehrer tätig gewesen. Auch fand ich eines Tages einen Brief, den ein Bourggraff, ein Verwandter meiner Familie, aus Amerika geschrieben hatte. Er schrieb, dass er und sein Freund, der auch aus Beesslek stammte, zusammen für circa 6000 Dollar Gold gefunden hätten. Das Gold meines Verwandten wurde ihm jedoch gestohlen. Dieser Brief ist leider verloren gegangen. Inzwischen weiß ich, dass es sich bei diesem Briefschreiber um Joseph Bourggraff handelte, der 1888 nach Amerika ausgewandert war, und dessen Spur sich verloren hat. Er war ein Vetter meines Großvaters Joseph Bourggraff. Da nun das Interesse an meinen Vorfahren in mir geweckt war, fuhr ich eines Tages mit meinem Moped zu Pfarrer Eugen Jost ins Nachbardorf Niederbesslingen, auf Luxemburgisch Kirchen genannt. Pfarrer Jost hatte von jeder Familie eine Karteikarte mit den sich in den Pfarrbüchern befindlichen Daten der Geburt, der Hochzeit und des Todes angelegt. Das älteste Buch, das ich einsehen konnte, ein Heiratsbuch, ging bis 1616 zurück. So sammelte ich dort meine ersten Informationen über die Familie Bourggraff. Die zwei Blätter mit den damals gemachten Notizen besitze ich noch heute. Ich habe immer wieder daran gedacht, weiter über meine Vorfahren zu forschen und beschloss dann, dies nach meiner Pensionierung zu tun. Seitdem habe ich viel Zeit in diese Nachforschungen investiert und viele interessante Begebenheiten der Familie gefunden, die ich in dieser Chronik festhalte. Die meisten Daten habe ich im Nationalarchiv des Großherzogtums Luxemburg gefunden. Diese Daten habe ich katalogisiert, sie sind auf Anfrage einzusehen. Eine Herausforderung stellen die Dorfnamen in Luxemburg dar. So haben viele Dörfer einen luxemburgischen, einen deutschen und einen französischen Namen, wobei alle Namen auch gebraucht werden. Ich habe mich dazu entschieden, in dieser Chronik hauptsächlich die luxemburgischen Dorfnamen zu verwenden. Zum besseren Verständnis habe ich bei den Familiennamen öfters Doppelnamen (Name des Mannes und der Ehefrau) verwendet. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei allen, die mir Informationen über ihre Familie mitgeteilt haben. Mein besonderer Dank gilt auch jenen, die mir bei der Übersetzung, der Korrektur und der Gestaltung dieser Chronik geholfen haben: Unserer langjährigen Freundin Agnès Schartz-Weny, meiner Frau Gertrud und unseren Töchtern Elisabeth, Désirée und Mireille. Ohne eine solche Unterstützung wäre diese Chronik nicht möglich gewesen. Seitdem ich mich mit Familienforschung befasse, wird mir mehr und mehr bewusst, in welch eine große Familie ich eingebunden bin. Ich freue mich, möglichst alle noch lebenden Mitglieder kennenzulernen. Als Christ habe ich begonnen, täglich für sie zu beten. Auch die Verstorbenen schließe ich in mein Gebet ein.

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