Schädlinge und Krankheiten

Ihre Zahl ist erstaunlich groß und zahlreich sind auch die Mittel, die zu ihrer Vernichtung angeboten werden. Pflanzenschutz ist eine Wissenschaft für sich und es ist für den Laien oft schwer, das richtige Mittel zu finden und anzuwenden. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Fachhändler beraten. Dem Befall vorbeugen können Sie, indem Sie achtgeben auf den richtigen Standort und den Abstand zwischen den Pflanzen und indem Sie für eine ausgeglichene Ernährung und Pflege sorgen.

Man kann zwischen zwei Arten von Schädlingsbefall unterscheiden:

1. Tierische Schädlinge wie Läuse, Käfer, Larven, Milben

Diese können bei sichtbarem Befall gezielt mit Kontaktmittel oder systemischen Pflanzenschutzmittel erfolgreich bekämpft werden. Wer eher biologisch gärtnern möchte, kann als Kontaktmittel ein natürliches Pyrethrum (z.B. Spruzit von Neudorff) nehmen, dabei muß der Schädling von der Spritzbrühe getroffen werden. Es gibt auch synthetische Pyrethren (z.B Polysect).

Bei hartnäckigem Befall kann man ein systemisches Produkt nehmen. Dieser Wirkstoff geht beim Spritzen in die Saftbahn der Pflanze über und vernichtet die tierischen Schädlinge, wenn sie an der Pflanze fressen. Außerdem ist dieser Wirkstoff ungefähr 4 Wochen lang wirksam. Natürlich wird die Umwelt stärker durch diesen Wirkstoff belastet als durch ein natürliches Pyrethrum, das schon nach einigen Stunden vom Licht abgebaut wird. Bei hochstämmigen Sträuchern und auch bei Bäumen kann man ab Ende September gegen den Frostspanner und im Frühjahr und Sommer gegen Ameisen und Blutläusen zur Vorbeugung einen Leimring am Stamm anbringen. Dieser verhindert, dass Schädlinge über den Stamm zur Krone gelangen.

2. Pilze, Bakterien und Viren:

Pilzkrankheiten:

Gefährdete Pflanzen wie Rosen und verschiedene Obstsorten sollten vorbeugend, ab dem Zeitpunkt wenn das Blatt voll entwickelt ist, gespritzt werden. Dazu gibt es die altbekannten Kontaktmittel wie Schwefel und Kupfer und auch neue wirksamere systemische Mittel. Diese Mittel müssen mehrmals im Abstand von jeweils zwei Wochen angebracht werden, besonders bei feuchter schwüler Witterung.
Zur Vorbeugung gibt es auch pflanzenstärkende Mittel von Neudorff, Oscorna, usw.
Bakterien (z.B. Krebsbefall) und Viruskrankheiten (z.B. Mosaik) betreffen eher den berufsmäßigen Anbau. Wenn diese Schäden beim Hobbygärtner mit Hilfe eines Fachmannes diagnostiziert werden, ist es am besten diese Pflanze sofort zu vernichten, damit die Krankheit nicht auf andere Pflanzen übergeht.

Nähere Informationen finden Sie in der Fachliteratur und im Internet.
Es wünscht Ihnen erholsame Gartenarbeit und viel Freude und Erfolg mit Ihren Pflanzen.

Arno Bourggraff, Pflanzendoktor

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